Themenblog 2 Blogeintrag

In diesem Blogeintrag möchte ich gern einige meiner Gedanken zum Thema Facebookfreundschaft zwischen LehrerInnen und SchülerInnen teilen. In meiner Schulzeit war das natürlich noch kein Thema, doch hat sich dies sicherlich in den heutigen Schulen geändert.

Ich fand den Artikel von Catrin Kurtz wirklich sehr interessant und ich kann ihre Argumente verstehen und nachvollziehen. Dennoch teile ich ihre Anschauung zu dieser Thematik nicht. Vielleicht bin ich auch schon zu ʻaltʼ um die SchülerInnen zu verstehen, die mit ihrer LehrerInnen in sozialen Netzwerken befreundet sein wollen. Ich hatte niemals das Bedürfnis außerschulischen Kontakt mit meinen Lehrern zu pflegen. Und das nicht weil ich diese nicht mochte oder nicht respektierte. Ich sehe bis heute keinen persönlichen Vorteil für mich einen solchen Kontakt zu pflegen.

Dazu muss ich vielleicht noch anmerken, dass ich facebook auch eher passiv benutze. Ich informiere mich über Veranstaltungen oder Neuigkeiten in Dresden, ich vertreibe mir mit facebook durchaus auch die eine oder andere langweilige Vorlesung, indem ich durch mein Newsfeed scrolle und mir durchlesen was meine Freunde so treiben. Jedoch poste ich höchst selten selber etwas. Mit einigen Freunden schreibe ich persönliche Nachrichten. Aber ich kann definitiv sagen, dass facebook vom Inhalt her nicht überlebenswichtig für mich ist. Daher finde ich auch nicht, dass eine Lehrerin etwas in meiner Freundesliste zu suchen hat.

Wirklich positiv von der Lehrerin finde ich, dass sie darauf verzichtet schulische Dinge über FB zu klären. Denn das würde andere Schüler benachteiligen, die eben nicht im sozialen Netzwerk angemeldet sind. Und das wäre doch sehr unfair. Generell finde ich aber auch, dass grade die Mitgliedschaft einer Autoritätsperson Jugendlichen vielleicht anstachelt sich anzumelden, so wie: „Ach Mama!! Selbst die Frau Müller ist bei Facebook…Wieso darf ich nicht?!?“

Nimmt es nicht die Bedenken, die der ein oder andere vielleicht noch hatte, sich auf dem sozialen Netzwerk anzumelden wenn es nun schon die LehrerInnen tun? Dann kann es ja doch nicht so schlimm sein?! Aber diese Gedanken sind vielleicht etwas unrealistisch weil sich die Jugendlichen wohl leider zu wenig Gedanken über ihre Daten im Netz machen.

Daran angeschlossen finde ich das Argument von Frau Kurtz sehr aufschlussreich, dass sie den SchülerInnen helfen kann zu bewussten Medienkonsumenten zu werden wenn sie selber eine Ahnung davon hat wie es geht. Auf jeden Fall hätte ich mir als Schüler eher etwas von einer Lehrerin über Datensicherheit erzählen lassen die selber weiß wie es funktioniert, als von einem Lehrer der selber gar keine Ahnung hat.

Dass LehrerInnen ihre SchülerInnen nicht ausspionieren sollten liegt ja auf der Hand. Aber verhindern kann man das nicht. Und genauso wie es den ein oder anderen schlechten Lehrer gibt, gibt es vielleicht auch unverschämte Lehrer, die über die Timeline ihrer Schüler herausfinden wollen wie fleißig diese für die nächste Klausur lernen. Ausschließen kann man das auf keinen Fall und daher würde ich als Schüler dieses Risiko auch nicht eingehen wollen.

Unsinnig finde ich aber, dass die Länder ihren Lehrern vorschreiben, wie diese damit umzugehen haben. Immerhin kann und sollte es jeder für sich selber entscheiden. Den eigenen Lehrern so etwas zu verbieten entmündigt diese ja teilweise.

Ich habe mich nun mal mit einer Lehrerin über diesen Sachverhalt unterhalten und sie nach ihrer Meinung gefragt. Sie konnte sich auf keinen Fall vorstellen sich überhaupt bei facebook anzumelden, geschweige denn dort Kontakt zu ihren Schülern zu haben. Ihre Gründe waren hauptsächlich, dass sie die Distanz zwischen SchülerInnen und Autoritätsperson wahren möchte und dass ihr der persönliche Kontakt generell lieber ist, da man eben über das Internet auch viel falsch verstehen kann, siehe Smileys und Co.

Generell habe ich mich gefragt, ob ein Lehrer für mich ein Freund sein kann, wenn auch nur ein virtueller? Ein Lehrer oder eine Lehrerin sollten in unteren Klassen auf jeden Fall Erzieher sein und später Ansprechpartner, sie sollten eine gewissen Distanz zu ihren Schülern haben und definitiv als eine Autorität angesehen sein. Freunde sollten sie, meiner persönlichen Meinung nach, aber nicht sein. Also auch keine Facebookfreunde.

Diese Meinung hatte ich schon vor dem Lesen dieses Artikels und habe sich auch nicht geändert. Ich denke beide Seiten haben ihre Vor- und Nachteile, doch für mich macht es einfach keinen wirklichen Sinn.

Ein anderer Gedanke der mir kam als ich darüber nachdachte war, ob es nicht schon ein Zeichen dafür ist, wie uncool Facebook doch geworden ist, wenn sich nun auch schon die olle Lehrerin anmeldet 😀 Langsam geht der Trend ja dazu sich wieder abzumelden.

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